✯Diabetes - Zunehmende Belastung der  modernen Gesellschaft.

(Bild:pixabay.de/Maialisa

Immer mehr Menschen sind von Diabetes betroffen; es ist der Typ 2 Diabetes der sich immer mehr häuft. Interessant ist dass z.B. Inder und Asiaten die im Westen leben und arbeiten auch immer häufiger davon betroffen sind. Was steckt dahinter und was ist Diabetes genau? Welche Faktoren spielen eine Rolle und wie können wir uns schützen?

Diabetes Mellitus- Definition und Arten:

Diabetes mellitus (griech: zuckersüßer Durchfluß), ist eine Stoffwechselerkrankung bei der entweder Insulinresistenz (fehlendes Reagieren der Zellen auf Zucker)  oder Insulinmangel besteht und ist somit durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet. Dies zieht natürlich auch Folgeerkrankungen mit sich.

Laut Statistiken der Seite Diabetes Deutschland hatten 2012 ca 7,2% der Bevölkerung eine manifeste Diabetes und 2,1% eine latente Diabetes. Und ca 90% davon waren betroffen von einer Diabetes vom Typ 2; 5% von einer Diabetes vom Typ 1.

Tendenz : Steigend...Und die an Diabetes Typ 2 Erkrankten werden immer jünger. Es ist also schon seit geraumer Zeit keine Alterskrankheit mehr!

 

Durch die permanente "Überzuckerung" werden an Proteine im Blut  Saccharidreste gekoppelt. diese Proteine werden dadurch unbrauchbar gemacht und sie lagern sich ab. Was zu einem  ungünstigen osmotischen Zustand führt und dadurch Organe geschädigt werden können.

 

z.B. das Auge, die Nieren, Gefäße, Herz, die Leber. Muskelzellen können soweit geschädigt werden dass vor allem die Peristaltik im Magen-Darm-Trakt extrem verlangsamt sein kann und der Speisebrei nicht mehr effektiv weitertransportiert, weil die Muskulatur auch von dieser Schädigung durch Ablagerungen betroffen sein können. Fatal ist auch die Schädigung der Nervenzellen. Nächtliches Kribbelgefühl in den Füßen kann ein Anzeichen von Nervenschädigung sein. Es  kommt auch zunehmend zu einer trockenen, schlecht durchbluteten Haut, die allmählich wund wird und schwer verheilt. Hier ist professionelle Wundpflege angesagt. Durch die Nervenschädigungen entdecken Patienten die Wunden erst viel später. Es kann zu einem sogenannten diabetischen Fuß kommen mit massiven Nekrosen und Gangrän.

Auch die Abwehrzellen und das Abwehrsystem sind betroffen. Diabetiker neigen sehr häufig zu infekten, vor allem Pilzinfekten der Haut, des Urogenitaltraktes.

Diagnostisch wertvoll ist hier das HbA1c, der sogenannte Langzeitblutzuckerwert, der aus dem venösen Blut ermittelt werden kann. Er verrät uns wie hoch der Blutzucker in den letzten 6-8 Wochen war. Bei einem Diabetiker sollte er zwischen 6,5-7,2 liegen.

Die Bluzuckermessung, die oft in Apotheken durchgeführt wird ist nur ein Richtwert und sollte nicht als Verdachtsdiagnose genutzt werden.  Aber wenn Blutzuckerwerte dauerhaft die 110 mg/dl übersteigen sollte man skeptisch werden. Nach dem Essen sollte nach 1-2 Stunden der Blutzucker 140mg/dl nicht übersteigen. 

Der Nüchternwert ist besonders wertvoll, denn in der Nacht steigt oft der Blutzucker an. (wegen zB: zuwenig Insulin oder Medikamente, oder auch als Gegenregulation zu einer zu starken Senkung des Blutzuckers, Ausschüttung von Hormonen in der Nacht die eine Blutzuckerausschüttung bewirken, Cushing Syndrom und eine zu hohe Cortisolsekretion in den Morgenstunden)

Diabetes Mellitus Typ 1:   

Mangel an Insulin durch die Zerstörung der Langerhansschen ß-Zellen die Insulin produzieren. Ursache ist eine Autoimmunreaktion, häufig ausgelöst durch Infektionen mit gewissen Viren. Aber auch eine erblich bedingte Veranlagung.

Mögliche weitere Ursachen könnten eine gestörte Darmflora sein, da die Abwehr ja auch mit Autoimmunprozessen zu tun hat. Entsprechend könnte man hier auch einen Vitamin D Gehalt ermitteln.

Diese Patienten sind eher jünger, von der Statur her meist kachektisch. Bei übermäßigem Durstgefühl und plötzlicher ungewollter Gewichtsabnahme mit Abgeschlagenheit sollte man hellhörig werden; vor allem wenn in der Familie Diabetes vertreten ist. 

Therapie: Schulmedizinisch eine Insulin; idealerweise durch eine intensivierte Insulintherapie, in der man  ein Basalinsulin welches ausgerechnet wir auf den Grundbedarf an Insulin und ein kurzwirksames zusätzlich.

Diabetes Mellitus Typ 2:

Beruht auf ein vermindertes Ansprechen der Zellen auf Insulin und zusätzlich die Funktionseinschränkung der ß-Zellen.

Die Betroffenen sind oft eher übergewichtig und diese Erkrankung tritt im höheren Lebensalter auf. Doch wie schon erwähnt sinkt das Alter der Betroffenen immer mehr.

Ziel sollte hier jedenfalls die Gewichtsreduktion mit reichlich Bewegung und Ernährungsumstellung sein:

Therapie: Schulmedizinisch vorerst orale Antidiabetika. Bei Fortschreiten der erkrankung kann nach und nach Insulin notwendig sein.

Man sollte aber meiner Meinung nach nicht zu schnell losschiessen mit oraler Medikation sondern die Ordnungstherapien vorerst forcieren.

Allgemein für beide Typen:

 

Ordnunsgtherapie: Ernährungsumstellung! Eine ideale Ernährung wird festgelegt auf

45-60% Kohlehydrate (keine einfachen KH!)

30-35%Fett

10-20%Eiweiß

ca 40g Ballaststoffe und moderater Salzkonsum täglich.

Gemüse, Hülsenfrüchte, Ballaststoffe, KEINE Kohlehydrate die schnell ins Blut gehen und den Pankreas belasten. Chromhaltige Nahrungsmittel, wie zB Brokkoli. Am besten ist eine spezielle Schulung diesbezüglich.

Gut würzen; zB mit Oregano und Rosmarin, auch Salbei! Diese wirken sich auch positiv aus. 

-Bewegung und Sport.

-Gute Pflege der Haut; vor allem Füße mit harnstoffhaltigen Salben.
Naturheilkunde:

-Nahrungsergänzung: B Vitamine, vor allem B1 und B6, B12, Chrom, Kupfer, Mangan ( die Mangankonzentration im Pankreas ist sehr hoch! Und es ist ein wichtiger Kofaktor bei so manchen Stoffwechselprozessen),Selen,Zink, Kalium und  Mineralien wie Magnesium, Calcium. Laut Studien sind Biotin und Niacin offensichtlich in der Lage die Zerstörung der ß-Zellen im Pankreas zu beeinflußen oder auch diese zu regenerieren.
Des Weiteren Alpha Liponsäure, welches wirklich sehr gut anschlägt (bedauernswert dass es nicht von Krankenkassen übernommen wird. Aminosäuren wie Arginin und Taurin wirken sich positiv aus auf den Blutzuckerpegel. Und natürlich Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C.
-Heilpflanzen:

Es ist generell etwas schwierig eine Empfehlung auszusprechen. Ich bin für eine Lebersanierung, zB mit Mariendistel und Löwenzahn und für die Offenhaltung der ganzen entgiftenden Systeme und Organe wie eben Leber, Niere, Lymphsystem mit entsprechender individueller Empfehlung.
 Die bittere Gurke oder auch Bittermelone (Momordica Charantia) soll sich positiv auf die Blutzuckersenkung auswirken.  A
uch die Heidelbeere kennt man für die Indikation.  Ansonsten Solidago (auch Nieren) , Blutwurz, Artischocken, Brunnenkresse , Beifuß, Schafgarbe, Frauenmantel, das echte Fuchskreuzkraut , (eher kurzfristig , da es Pyrrolizidinalkaloide enthält ) wurde offensichtlich auch in der Hinsicht in der positiven Monographie der Kommision E genannt.)

-Schüsslersalze:

 

-Blutzuckerregulation: Kalium sulfuricum D6, Natrium sulfuricum D6

-Stoffwechselregulation: Natrium phosphoricum D6, Calcium sulfuricum D6

-Muskel und Nerven: Magnesium phosphoricum D6

-diabetischer Fuß: Salben Kalium phosphoricum D6  und Magnesium phosphorium D6 im Wechsel.

-Wala Organpräparate:        

z.B. Organpräparate mit Pankreas

Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes:

 

 Durch die erhöhte Produktion der Steroidhormone kann vereinzelt in der Schwangerschaft die Insulinproduktion vermindert werden, was kurzfristig in der Schwangerschaft zu einer Erhöhung des Blutzuckers führen kann. 
Schwangere sollten eben alte Regeln sie "essen für zwei" überdenken und die entsprechende Gewichtszunahme beachten. Keinesfalls mehr als zusätzlich 15kg.

Auch wenn eine Gestationsdiabetes nach der Geburt verschwinden kann, sollten Damen mit Prädestinierung dazu dennoch aufpassen.

 

Ganzheiltliche Betrachtung der Diabetes:

Hier wäre die Überlegung der fehlenden Süße im Leben. Und des dadurch bedingten , unbewussten sich umgebens mit Zucker.

Auch hier sollte man genauer hinsehen, ob Patienten hier eventuell Defizite haben, die nachzuholen wären. Beziehungsweise es erfordert ein ehrliches, genaues Hinsehen und Wahrnehmen von Betroffenen.

 

Zu guter Letzt :

 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.

Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0