✯Rosacea "Der Fluch der Kelten"   und  "wenn die Haut "blüht"- Eine ganzheitliche Betrachtung.

(Bild Pixabay/GLady)

Häufig ist es ein Zeichen von Vitalität und Gesundheit wenn ein Gesicht rosig ist. So empfinden sich jedoch Patienten, die unter Rosacea leiden, nicht. Plötzlich auftretender Flush und Schwellungen mit Endzündungen einhergehend, machen Betroffenen das Leben schwer.

Die Rosacea ist eine endzündliche Hauterkrankung , die das Gesicht betrifft, in fortgeschrittenen Stadien mit chronisch wiederkehrenden flush-artigen Rötungen und Pusteln mit Papeln. Zu Beginn sieht man häufig erweiterte Äderchen; vor allem bei Nase und Wangen, aber auch Stirn  , Nasenrücken und Kinn.

Rosazea beginnt häufig schon im dritten Lebensjahrzehnt; wird jedoch häufig erst ab dem 40-50.Lebensjahr manifest. Somit unterscheidet es sich von der klassischen Akne vulgaris durch das höhere Alter.

Später kommt oft auch eine Augenbeteiligung hinzu. Augen-Rosacea sollte regelmässig augenärtzlich kontrolliert werden um Komplikationen an der Hornhaut zu vermeiden.

Der Name "Fluch der Kelten" hat seinen Grund im bevorzugten Auftreten der Symptome bei hellhäutigen, sonnenempfindlichen nordeuropäischen Menschen.

Hier ist diffenetialdiagnostisch wichtig zu unterscheiden zwischen systemischen Erkrankungen wie zB Lupus Erythematodes.

 

Ursachen:

Über die Ursachen wir immer noch viel diskutiert. Vermutliche Ursachen:

 

  • Helicobacter Pylori: Endzündungen in Magen und Darm können sich auf die Haut verschieben. Hier wäre eine Erradikation sinnvoll, da es auf Dauer auch zum Ulcus bis hin zum Krebs führen kann.
  • Candida Befall: Was auch ein Zeichen für Abwehrschwäche wäre! 
  • Gestörte Darmflora: Zusätzlich auch häufig eine belastete Leber.
  • Spezielle Enzyme die vermehrt aktiv werden: Und somit die Symptomatik ankurbeln.
  • Ein hormonelles Ungleichgewicht: Hormonelle Veränderungen wie Wechseljahre oder Absetzen der Pille.
  • Dauerstress
  • Umweltgifte
  • Haarbalgmilben: Diese These bewahrheitet sich immer mehr! Personen die spezielle Neigung dazu haben dass sich Milben am Haarbalg anlagern können. Zum Beispiel Personen, bei denen die lokale Immunabwehr der Haut gestört ist. Das hängt ja auch oft mit einer nicht intakten Darmflora zusammen. Oder hormonelle Veränderungen wie zB Wechseljahre, Menopause oder sonstige Veränderungen.

Mögliche Auslöser für Schübe:

 

-Temperaturschwankungen; Hitze und Kälte im plötzlichen Wechsel.

-Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen

-Zu viel und zu ausgiebiges Sonnenbaden.

-starke gewürzte Speisen

-zu üppige , schwere Mahlzeiten

-zu viel Tierisches

-Zitrusfrüchte, allgemein Lebensmittel mit viel Histamin ( alte Käsesorten, Wein, Wurstwaren,Erdbeeren uvm)

-Alkohol

-Heisse Getränke

-psychischer Stress, Traumatisierungen.

-zu intensive körperliche Anstrengung

-Leber/Galle Belastungen

-Bluthochdruck

-extreme hormonelle Schwankungen

-Medikamente

-nicht gut verträgliche Kosmetika

-künstliche Stoffe in nahrungsmittel , zB Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel.

-Nahrungsmittelintoleranzen.

 

Was Betroffene tun können:

 

Jeder Betroffene muss für sich selbst herausfinden was er/sie veträgt oder nicht. Am besten führt man eine Art Heiltagebuch. Notiert Lebensmittel oder Kosmetika die nicht vertragen werden. Medikamente die genommen wurden. Aufgetragenes Make Up sollte auf jeden Fall abends entfernt werden.

Wann ist es das erste mal aufgetreten? In Verbindung mit welchen Umständen trat es auf?

Auch die soziale/psychische Komponente sollte mit erfasst werden. Hat man sich heute gut eingebunden gefühlt? Hat man sich geärgert? Was war wieder nicht so förderlich und wie kann ich es ändern? Das vegetative Nervensystem können wir nicht immer steuern. Wir wissen aber um die Kraft der Meditation und auch Yoga und wie wir damit das Unterbewusste mit beeinflussen können. 

 

 

Naturheilkundliche Maßnahmen:

 

  • Sanierung nicht nur des Darmes (und das über mind. 4 Wochen), sondern auch eine Entlastung des Leber/Galle Systems. Zeolithe, Probiotika und Leber/Galle System stärkende Mittel wie zB Mariendistelsamen, Löwenzahnsäfte. (Die Leber steht auch für Abgrenzung, Grenzen setzen, ein klares NEIN sagen können. Was hier oft auch ein wichtiges Thema ist)
  • Gewisse Nahrungsmittel, die die Symptomatik verstärken, weglassen. Es gibt auch viele Möglichkeiten diese Nahrungsmittel ausfindig zu machen. Wie zB Auslassdiäten( aber am besten nach einer gründlichen Darmsanierung), kinesiologische Tests.
  • Endzündung lindern mit zB Zink.
  • Homöopathisch: Muss individuell bestimmt werden.
  • Biochemie: -Kalium Phosphoricum (es ist nicht nur ein Energiegeber für die Nerven sondern auch sich positiv auf Infektionen auswirkend) ,
    -Kalium Sulfuricum (Lebermittel mit Bezug zur Haut und ist auch ausleitend)
    -Silicea
    -Juglans regia (Walnuß; Lymphbezug)

und sonst vieles je nach individueller Anamnese.

  • Ernährungstechnisch: endzündungshemmende ungesättigte Öle in der Ernährung wie zB Leinöl, Kürbiskernöl, Nachkerzenöl (innerlich und äusserlich)
  • B Vitamine
  • natürliche Antioxidantien, OPC
  • Natürliche Masken , die endzündungshemmend und antiseptisch wirken : zB Masken mit Rügener Heilkreide (wirkt mineralisierend und hautbildverbessernd und endzündungshemmend)

 

Zu guter Letzt :

 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.

Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!

 

 

 

 

 

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