✯Die passende Prävention für jeden Typ/jedes Temperament  und die Vier-Säfte-Lehre

(Bild:pixabay/Chaos07/von Jan Brueghel "Fülle und die vier Elemente")

Als Einstieg ein passendes Gedicht von Goethe:

"Wer sie nicht kennte,

Die Elemente,

 Ihre Kraft

Und Eigenschaft,

Wäre kein Meister

 Über die Geister"

~aus Johann Wolfgang v. Goethes Faust

 

Wir fragen uns immer wieder warum manche Menschen essen können was sie wollen und nicht zunehmen und andere schon beim Ansehen gewisser kulinarischer Lieblingsobjekte das Gefühl haben mehr auf die Hüften zu bekommen.Und warum manche Menschen , egal in welchen Umständen sie sich befinden, freudestrahlend durchs Leben gehen können und manche resignieren.

Auch die gewissen Vorlieben verschiedener Menschentype hängt von der individuellen Beschaffenheit des Menschen ab.

Ich kann mich noch gut an mein Pharmaziestudium erinnern; wie unser Pharmakologe uns die Humoralpathologielehre- auch Vier-Säfte-Lehre genannt- vorstellte und wir alle leicht amüsiert waren.

Doch als ich Jahre später selber mich mit alter Heilkunde befasste, begegnete mir die Vier-Säfte-Lehre wieder und diesmal war ich vorerst weiterhin skeptisch aber danach eher sehr neugierig und verblüfft. Ich probierte es an mir selbst aus. Es soll natürlich kein Ernährungs-Dogma entstehen , sondern es soll schmackhaft sein und Freude machen. Vor allem sollte es wirklich vitaler und lebendiger machen, statt schwer und träge (so wie man es heutzutage häufig betreibt.)

Nun aber zur Humoralpathologielehre-bzw Vier-Säfte-Lehre:

 

Die Humoralpathologielehre wird erstmals erwähnt im Corpus Hippokraticum , einer antiken Textesammlung die vermutlich zwischen dem 5.Jhd v.Chr.  und dem 2.Jhd n. Chr. entstanden ist. Benannt wurde die Sammlung nach dem berühmten Arzt Hippokrates; jedoch wurde sie nicht von ihm entworfen. Entworfen hatte es  Empedokles. Diese Lehre diente dazu um gewisse pathologische Vorgänge zu erklären und einzuordnen und als Krankheitskonzept.

Weiterentwickelt wurde dieses Konzept von Galenus von Pergamon.

Laut dieser Lehre gibt es 4 wichtige Säfte im Körper, sogenannte Humores. Jeder Saft hat seine Zugehörigkeit zu seinem Element und dessen Prinzip. Es ist also so, dass je nachdem welcher Humor überwiegt und welches Prinzip, das entsprechende Temperament daraus entsteht. Jeder kennt die Bezeichnung Choleriker, oder man sagt auch "er/sie ist heute so phlegmatisch". All diese Bezeichnungen stammen aus dieser Lehre.

 

Ein ganzheitlich gesunder, ausgeglichener Zustand wird erreicht durch ein gutes Gleichgewicht der vier Säfte!

 

Doch nun zu den Säften und deren Wirkprinzipien:

  • Sanguis---> Blut.  Blut ist warm und feucht. Das dazugehörige Element ist Luft.  Schwerpunktmässiges Organ ist die Niere; das Venusprinzip, die Gefühle.Der entsprechende Planet ist der Jupiter, die Jahreszeit der Frühling.Wir reden hier vom sanguinischen Temperament-bzw solche Menschen bezeichnen wir als Sanguiniker/In. Entsprechend sind auch von diesem Humor geprägte Menschen. Sie sind sehr kommunikativ, offen, machen sich überall sofort beliebt, strotzen vor Ideen und sind sehr abenteuerfreudig. Sie sind sehr flexibel und schnell. Abwechslung und Veränderungen sind ein Muß. Der Künstlertyp, der sich auf keinen Fall irgendwo einordnen lässt. Sie sind eher gefühlsgesteuert.Das Sanguis-Prinzip ist oft ein Richtwert bei der Therapie und dieser Zustand ist häufig Therapieziel in vielen Fällen, welches wir Therapeuten anstreben !
    Jedoch gibt es auch hier Nachteile: ein überschüssiges Sanguis Prinzip kann einhergehen mit zB die ganzen Fülle Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht, aber auch die Neigung zu Entzündungen . Auch bei diesem Temperament kann, wenn der Füllezustand überwiegt Krebs entstehen (mit einfachen Worten "zu viel an Zellen, übermässige Teilung"). Seelisch neigen diese Personen sehr dazu , Projekte oder Aufgaben oder Ziele nicht fertigzubringen-bzw nicht richtig anzusteuern, da sie schon wieder von einer Sache zur Anderen springen. Manchmal kann man auch eine gewisse Neigung zu Sucht-Themen und auch zu vielem, ausgiebigem Feiern erkennen. In diesem Falle müssen wir das Überschüssige ausgleichen. Das kann man gut , indem man die anderen Prinzipien etwas mehr stärkt. Zum Beispiel etwas mehr Erdung und stellenweise Kühlung. Aber auch Feuer kann hilfreich sein, wenn das Luft Prinzip gar so sehr im Überschuß ist.
    Wenn man den Puls von sanguinischen Menschen fühlt erkennt man dass er voll  ist und auf allen drei Ebenen tastbar. Es ist ein "warmer" Puls. 

Kinder zB sind vom Wesen her eher sanguinisch. Sie knüpfen sofort Kontakte und sind frei von den Vorurteilen die wir Erwachsene häufig haben. Da könnten wir uns ein Beispiel nehmen und wieder lernen etwas mehr kindlicher zu werden.

  • Phlegma --> Schleim. Schleim ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist Wasser. Wichtiges repräsentatives Organ als Prinzip ist die Leber ( Schleim),  der Mond als Planet, das Metall das Silber.Die Jahreszeit der Winter.Die Lebenskraft ist hier sehr präsent.   Hier geht es um das phlegmatische Temperament . Und von diesem Temperament geprägte Menschen bezeichnen wir als Phlegmatiker/In. Der klassische Phlegmatiker agiert sehr langsam, obwohl er keines wegs dumm ist. Dafür hat er eine ausgeprägte Neigung zum Geniessen , ist ein ausgesprochener Ästhet und die heutige Leistungsgesellschaft überfordert ihn eher. Vom Wesen her ist er eher introvertiert, kann Impulse von aussen gut aufnehmen.Tätigkeiten mit denen er beginnt bewältigt er sehr akkurat.Er besitzt auch viel Lebenskraft.Der Puls ist ebefalls recht voll, jedoch leicht wegdrückbar und eher von kalter Natur.
    Ein Wasserelement im Überschuß kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Auf körperlicher Ebene Übergewicht, Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut (weil das Blut "verwässert"),Verschleimungen der Atemwege (Schleimbildung stark ausgeprägt). Trägheit des Verdauungstraktes (der dafür notwendige Tonus fehlt im Verdauungstrakt), Verschlackung des Bindegewebes.

    Persönlich sind Menschen mit Wasserüberschuss sehr träge und unentschlossen, was auch Nachteile mit sich bringen kann im Alltag. 
    Hier ist Feuer angesagt! 

Babys und Kinder sind vom Grundtemperament her phlegmatisch, da sie die nährenden Säfte für ihr Wachstum benötigen.Wann auch immer Kinder mit Krankheiten zu tun haben die von gelbgalligen Schärfen verursacht werden wie zB Ulcera, sollte man genauer hinsehen. Denn das ist sehr ungewöhnlich.

  • Xanthe-Chole ---> Gelbgalle. Gelbgalle ist warm und trocken. Das dazugehörige Element ist das Feuer. Wichtiges repräsentatives Organ als Prinzip ist das Herz; die Sonne als Planet, die Jahreszeit ist der Sommer.Das Gold als Metall, das Ich-Prinzip. Aber auch der Mars, das Kämpferische repräsentierend.Die entsprechend geprägte Menschentype nennt sich Choleriker/In. 
    Am Wesen dieser Menschen erkennt man das Feuer. Nichts ist ihnen schnell genug und wenn sie es nicht selbst gemacht haben ist auch nichts wirklich gemacht. Auf keinen Fall können diese Menschen an einer Kassenschlange warten ohne schimpfen zu müssen. Einen solchen Chef oder auch Kollegen/In wünscht man niemandem wirklich. Um morgens einen cholerischen Chef ansprechen zu können muss man erst einmal warten dass er zB seine Zigarette zum schwarzen Kaffee zu Ende geraucht hat. Denn er muss erstmal runterkommen.
    Choleriker/Innen sind sehr scharfsinnig und haben einen gut ausgeprägten Intellekt. Sie verlieren sich in Arbeit und können damit auch nicht wirklich aufhören. Der klassische Managertyp, der leisten, leisten , leisten muss.
    Das Feuer ist im Prinzip ein förderliches Element. Es fördert den Intellekt und die Intuition. das wervolle königliche Feuer ist unerlässlich. Und es kann wirklich sehr positiv genutzt werden.Jedoch im Überschuß kann es eben eher die Stufe des gemächlichen Durchgarens und Reifung von Prozessen , persönlichen Entwicklungsstufen überspringen und eher verkohlen statt entfalten lassen. Das Martialische überwiegt.
    Der Puls dieser Menschen ist oft recht stark, gespannt und von warmer Natur.
    Typische Erkrankungen  für Feuerüberschuß sind Leber/Galle Erkrankungen und alles was den Verdauungstrakt anbelangt. Auch Herzerkrankungen wie Infarkte . Durch den übertriebenen Drang zu Bewegung gerne auch Risse, Degenerationen in Knochen, Sehnen, Muskeln. Entzündungen . Hautprobleme mit Juckreiz (die gelbgalligen Schärfen! ) Im vortgeschrittenen Alter  Karzinome . In jungen Jahren könne diese Menschen alles gut wegstecken, jedoch im Alter kann die Leber überfordert werden vor lauter Feuer und Asche. Sie neigen zu Melancholie im Alter, da die Schwarzgallen allmählich überwiegen. Persönlich können sie sehr unangenehm werden und ihren Mitmenschen unter Umständen das Leben schwer machen wie zB durch Mobbing  und  Gehässigkeit.
    Hier brauchen wir mehr Phlegma/Wasser. 
  • Melan-Chole: ---> Schwarzgalle. Schwarzgalle ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist die Erde. Das repräsentative Organ als Prinzip ist die Lunge, aber auch die Milz. (der Wechsel von Luft und Erde ist immer wieder Thema), die Strukturkraft. Der Planet ist Saturn, die Jahreszeit ist der Herbst.Entsprechend geprägte Menschen nennen wir Melancholiker/In. Eigentlich ist es eine Eigenschaft des fortgeschrittenen Alters. Jedoch kann es in Ausnahmefällen auch bereist jüngere Menschen betreffen. Melancholiker sind sehr introvertiert und isolieren sich gern. Sie neigen sehr zum Grüblerischen und zur Schwarzmalerei. Verletzungen verarbeiten sie sehr langsam und vergessen es auch nicht mehr so schnell. Sie sind ewig gestrig, Neuigkeiten gegenüber eher verschlossen. In allen Lebensbereichen sieht man eine gewisse Starre.Während der Sanguiniker sich von einem Abenteuer ins Andere stürzt, verharrt der Melancholiker eher in dem was er bereits kennt. Allerdings sind die meisten Komponisten, Künstler, Dichter von der Melancholie geprägt. Gäbe es nicht die Melancholiker, gäbe es den Feinsinn nicht. So hat auch dieser Aspekt seinen wichtigen Platz! Nur wenn es eben im Überschuss ist kann es pathologisch werden; so wie es bei jedem Element der Fall ist.
    Typische Krankheiten sind Krebs und alle bösartigen Entartungen, Reaktionsstarren jeglicher Art. Herzinsuffizienzen (fehlende Lebenskraft, die ja von der Leber ausgeht)  Ein Melancholiker kann ein schwieriger Patient sein, da er grundsätzlich langsam reagiert und er muss auch viel Geduld mit sich selbst haben.Der Puls dieser Menschen ist sehr schwach, kaum wahrnehmbar und oft nicht auf allen drei Ebenden tastbar. Eher oberflächlich. Was ein Hinweis auf zu wenig Lebenskraft ist.
    Hier brauchen wir auf jeden Fall Feuchte, also Wasser. Nur müssen wir das vorherrschende Erdelement bischen vorbearbeiten damit das Wasser aufgenommen werden kann. Und Feuer , also Wärme. Lebenswärme und Luft .

Ernährungshinweise und naturheilkundliche Mittel für die Temperamente.

 

Sanguiniker:

Bei Sanguinikern mit überwiegendem Luftelement  ist es wichtig dass die Reizüberflutung und die Möglichkeiten zur Ablenkung ausgeschaltet werden. Er braucht auf jedenfall Erdung und aber auch Feuer für die gezielte Intuition.
Ernährungstechnisch wäre hier als erdende Nahrungsmittel Wurzelgemüse ganz gut geeignet. Grundsätzlich sollten betroffene Menschen einfach weniger essen. Weniger rotes Fleisch und Wurst, da das Blut ohnehin zur Verdickung neigt. Ansonsten macht es grundsätzlich keinen Sinn Verbote zu erlegen. Sie sollten nur maßvoll sein und weniger Reiz und Genussmittel konsumieren. Menschen die einwenig erden würden solchen Menschen auch guttun. Gegensätze ergänzen sich unter Umständen sehr gut. Jedenfalls brauchen Sanguiniker sehr viel Luft! Bewegung an der Luft zB. Sonst kompensieren sie den Mangel an Luft durch das Überkonsumieren von Nahrungsmittel und Reizmitteln.
Naturheilkunde: 
-Nervenberuhigende Arzneien wie Baldrian, Hafer. Kühlendes wie zB Patchouly 

Arzneien müssen natürlich indiviuell auf jeden Patienten abgestimmt werden.

 

homöopathisch nach dem simile Prinzip:

-Apis (Honigbiene): übertiebene Geschäftigkeit und plötzlicher Stimmungswechsel.

-Coffea crudum : der Ideensprung

-Zinkum: Überreizte Nerven

 

Phlegmatiker:

 

Auf jeden Fall reduziert werden müssen Mehlspeisen, phlegmatisierende Nahrungsmittel wie weiche Käsesorten oder eben auch der Schweinsbraten mit der Soße und den Knödeln (der Phlegmatiker liebt in der Regel diese Art von Nahrung; doch auch hier kann eine wohlschmeckende , aber eben nicht so sehr phlegmatisiernde Lösung gefunden werden). Auch Rohes verträgt der Phlegmatiker etwas schlecht. Jedoch  Verbote machen keinen Sinn; die Menge macht es aus und die Art der Zubereitung. Weniger und auf jeden Fall gut gewürzt mit Feuer fördernden Gewürzen. Und Bewegung; wenn man Abneigung zu Joggen oder dergleichen hat könnte man zB Schwimmen gehen.  Und das Wasserelement ist günstig, da es bei ihnen überwiegt. Regelmässige Lymphdrainagen sind auch von großem Nutzen.

Naturheilkunde:

-Bitterstoffe! Am besten jeden Tag, zB Heildelberger 7 Pulver (Lräuterparadies Lindig München), da es das Feuer vermehrt und Schleim ausleitet. Bei Bittermitteln ist die direkte Wirkung über die Mundschleimhaut wichtig. Bittermittel tonisieren auch den Verdauungstrakt. und machen die verstopften Poren wieder frei und beschleunigen die Entleerung.

-Basilikum , Thymian und Bohnenkraut als Gewürz

 

aber auch nach dem homöopathischen Prinzip (mit ähnlichem Ähnliches heilen:
-Calcium Carbonicum: ängstlich, Abneigung gegen veränderung und geistiger Arbeit.

-Graphites: Neigung zu Fettsucht mit Frösteln.

-Barium carbonicum: Schüchtern, nach am Wasser gebaut, lässt sich schnell verunsichern, Abneigung zu geistiger Arbeit bis hin zur Demenz.

 

 

Choleriker:

Choleriker haben besondere Vorlieben für Nahrungsmittel die Fülle, Reichtum an Genuss und Reiz besitzen. Fleisch, scharf und gut gewürzt zB und am besten jeden Tag. Hier könnte man zB den Lieblings Thai Curry mit Kokosmilch versetzen, welches etwas mehr Phlegma fördern würde. Der Choleriker muss auf jeden Fall regelmässig befeuchtet und phlegmatisiert werden damit die gelbgalligen Schärfen neutralisiert werden können. Auch die Neigung zu Zucker, Alkohol, Kaffee und Tabak ist nicht ausser Acht zu lassen; auch hier ist Mässigung angesagt. Viel Schlaf, welches auch phlegmatisiert, würde auch Sinn machen.
Jedoch gilt auch hier: Verbote und Gegensätzliches verordnen würde nichts bringen. Man sollte stets versuchen eine gute Mittellösung zu finden, ohne dass der Patient verzichten oder sich selbst kasteien muss. 
Versuchen sie einfach zu verstehen und sich in die Lage desjenigen zu versetzen; egal ob sie so jemanden in ihrem Umfeld haben oder als Patient. Denken sie immer das manche einfach nicht anders können als so zu sein wie sie sind. 

Naturheilkunde:

-Boldo: kühlend, Leber/Galle System regulierend und Gelbgalle ausleitend.

-Passionsblume: macht Feuertypen etwas weicher und sozial vertäglicher

-Rosa Damascena: macht das Martialische weicher, als Symbol der Liebe wird das martialische gemässigt und gekühlt.

-Wolfstrapp: kühlend, Schilddrüse wird beruhigt und Erregung im Übermaß herabgesetzt.

 

 

nach dem Simile Prinzip, homöopathisch:

-Brechnuß, Nux Vomica: ideal für übererregte , blank liegende Nerven. Idealerweide kombiniert mit Kupfer zum Entkrampfen des Nervensystems. Und Kupfer zur Stärkung des venusischen Prinzipes.

-Tarantula: extreme Ruhelosigkeit mit plötzlichem Stimmungswechsel.

 

 

Melancholiker:

Sie sind eher im Denken und Verstand stark. Weder die Mitte, wie zB der Verdauungstrakt mit allen dazugehörigen Organen noch die Lunge und das Herz sind stark genug. Meist sind sie sehr schlank, haben keine Rundungen. Die Verdauung funktioniert sehr schwach, daher essen sie wenig, dafür öfter.

Hier könnte man sich überlegen ob man nicht Salate mit einem guten Dressing anmacht, der einwenig die Speichelsekretion und somit die Verdauungssäfte ein wenig ankurbelt und Appetit macht. Salate wären auch befeuchtend und mit dem richtigen, gut gewürzten Dressing auch verdauungsfördernd. Auf jeden Fall sind Haferbreie, je anch Geschmack süß oder herzhaft zubereitet, sehr gut nährend; auch für die Nerven. Befeuchtende Nahrungsmittel, aber auch Wärme wäre wichtig in der Ernährung dieser Menschen. Gute Therapien sind alle Erdelement dominierten Therapien. Wie zB Moorbäder oder Packungen. Heilmittel wie Heilerde, die viel Mineralien enthalten. Aber auch Spagyrik, da es die Heilessenz schonend weitergibt.
Melancholiker sollte man möglichst nicht alleine lassen. Auch wenn sie es nicht immer zeigen, brauchen sie die Wärme der Liebe und Fürsorge. Man darf sie dafür nicht verurteilen oder entnervt die Geduld verlieren. Fassen sie einmal Vertrauen, sind sie auch sehr treue Freunde, Partner und sind sehr fürsorglich.

Was Melancholikern auch sehr gut tut sind Atemübungen. Pranayama und alles was die Mitte stärkt.Auch regelmässig Bewegung an der frischen Luft, Natur , sind sehr wichtig.

Naturheilkunde:

Schwarzgallen ausleiten steht hier im Vordergrund.

-Aderlässe in ganz kleinen Mengen. Diese wirken blutbildungsfördernd und regenerierend. Und die Schwarzgallen werden ausgeleitet. Am besten bei Vollmond. Danach keine reizenden Nahrungsmittel, Gebratenes und zu Würziges zu sich nehmen. Viel Flüssigkeit und nährende aber leichte Kost.

-Bittermittel. Mit überwiegend befeuchtenden Stoffen, die nicht zu sehr austrocknen. Löwenzahn zB. 

-Lebermittel, wie zB carduus marianus (Mariendistel) Samen. Wenn die Leber stark genug ist hat auch das Herz wieder genügend Energie. Und das Herz repräsentiert ja die Lebensfreude.Zusätzlich befeuchten diese Samen auch)

-Brunnenkresse: belebend und befeuchtend.

-Linde: stimmungsaufhellend und aktivierend, ausleitend.

 

homöopathisch, nach dem Simile Prinzip:

-Blei, Bleihonig von Weleda (D12-D30)

-Causticum

-Natrium muriaticum (in einer D12 wirkt es auch befeuchtend, was wichtig ist, denn man muss auch die Erde von Pflanzen manchmal aufbereiten, wenn sie gar so trocken ist. Sonst saugt die Erde das Wasser nicht wirklich auf. Das kennt man sicher von zu trockener Blumenerde. In höheren Potenzen ist es sehr gut wirksam auf diese Starre, dieses ewig Gestrige und dem Festhalten an alten Verletzungen)

-Ceanothus americanus (Milz wird entlastet)

-Ferrum arsenicosum (milzspezifisch)

 

 

 

Zusammenfassend kann man sagen dass niemals nur ein Temperament dominiert. Jeder Mensch besteht meist aus einer Mischung von verschiedenen dominierenden Elementen, Prinzipien. Daher ist die individuelle Behandlung stets wichtig. Nicht jeder Choleriker ist gleich, auch nicht jeder Phlegmatiker. Es gibt zB auch sogenannte zappelige Phlegmatiker, die zwar phlegmatisch sind , aber eher recht schlank sind und sehr hyperaktiv.

Ebenso kann man nie eine gewisse Erkrankung eines Cholerikers genauso behandeln wie die eines Sanguinikers , bloß weil es die selbe Diagnose ist. Stets muss der Grundboden der Erkrankung individuell betrachtet werden.

 

Zu guter Letzt :

 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.

Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!

 

 

 

 

 

 

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