✯Das Auge und ihre Funktion aus ganzheitlicher Sicht

 

Das Auge ist  dasjenige unerlässliche Sinnesorgan für unsere Wahrnehmung nebst unserem Tastsinn und den anderen Sinnesorganen. Entsprechend verändert sich auch die Sehstärke oder es entstehen Erkrankungen die unter anderem auch mit unserer Einstellung zu gewissen Themen im Leben zu tun haben. 

Doch werfen wir erstmal einen Blick darauf wie es aufgebaut ist:

(S .auch Abbildung )

 

 

 

 

Der Augapfel ist kugelförmig und liegt in der mit Fettgewebe ausgekleideten Augenhöhle. Seine Wand ist wie eine Zwiebelschale aufgebaut und besteht aus drei unterschiedlichen Schichten.

  • Die äusserste Schicht ist die Weiße Lederhaut (Sclera).  Sie besteht aus festem Bindegewebe. Sie umhüllt den ganzen Augapfel und gibt ihm seine Form. Vorne geht die Lederhaut in die Hornhaut über (Cornea). Diese ist etwas stärker gewölbt als der übrige Augapfel. Diese ist gefäßlos und lichtdurchlässig und ist an der Lichtbrechung beteiligt. 
  • Die mittlere Augenhaut ist die Aderhaut (Chorioidea) . Dieser Teil ist sehr gut durchblutet, besitzt viele Gefäße und versorgen die Netzhaut mit Nährstoffen. Die Aderhaut geht über in eine Gewebsstruktur namens Ziliarkörper, an dessen Bindegewebsstrukturen die Linse aufgehängt ist. Diese enthält auch einen Muskel, der den Krümmungszustand der Linse beim Nah- und Fern-Sehen verändern kann. Im Ziliarkörper wird auch das Kammerwasser des Auges gebildet, welches den Augeninnendruck steuert und auch für die Ernährung von Hornhaut und Linse sorgt. Im Anschluss befindet sich der Schlemm-Kanal ; hier fließt das Kammerwasser ab. Weiter vorne schließt sich dem Ziliarkörper die Iris an; in der Mitte der Iris befindet sich die Pupille. Die Iris ist pigmenthaltig und aus dieser Pigmentzusammensetzung ergibt sich unsere Augenfarbe. Man kann die Iris mit einer Blende eines Fotoapparates vergleichen. Die Quer- und Längs-Muskeln sind innerviert mit Teilen unseres unwillkürlichen Nervensystems  , die je nach Situation die Pupillen verengen oder erweitern können. Zum Beispiel bei Helligkeit, Müdigkeit, Nahsicht wird die Pupille verengt (Miosis)  oder bei Stress und Fernsicht wird sie erweitert (Mydriasis)
  • Die innerste Schicht besteht aus der Retina (Netzhaut). Hier befinden sich die bildaufnehmenden Sinneszellen, sprich die Rezeptoren (Stäbchen und Zapfen-bzw Erkennung der Helligkeitsunterschiede und Farbunterschiede   und genauen Formen/Abbildungen) in der äusseren Schicht der Retina  und in den inneren Schichten die Umschaltstationen die Lichtimpulse in elektrische Signale umwandeln und Nervenzellen, die dann als Sehnerv das Auge verlassen. Und das Pigmentepithel , welches den Stoffwechsel zwischen Netzhaut und Aderhaut unterstützt. Hier tritt im hinteren Bereich des Augapfels der Sehnerv aus. Er ist wie oben erwähnt  der Netzhaut angeschlossen. Es ist ein Hirnnerv und leitet die Reize, Impulse über die Sehbahn ans Gehirn weiter. Der Sehnerv wird in drei Teile untergiedert: 1) der Teil der sich im Augapfel befindet, 2) der Teil der sich in der Augenhöhle befindet und 3) der im Schädel befindliche Teil. Die Ausstrittstelle bezeichnet man als Blinden Fleck , da hier kein Sehvermögen vorhanden ist. Der Innenraum des Augapfels hinter der Linse wird ausgefüllt vom Glaskörper. Er besteht aus einer  gallertartigen Masse und zählt neben der Hornhaut , der Linse und dem Kammerwasser zum optischen Apparat; gehört also zu den lichtbrechenden Strukturen.
  • Noch zu erwähnen ist der gelbe Fleck (macula lutea) . Das ist der Ort des schärfsten Sehens und befindet sich genau im Zentrum der Netzhaut.Hier ist die größte Dichte an Fotorezeptoren.

Der Sehnerv ist ein Teil des Gehirns!

 

 

Akkomodation:

 

Ist die Fähigkeit des Auges sich an Fern und Nah-Seh-Situationen anzupassen über die Veränderung der Krümmung der Linse.

 

 

Erkrankungen des Auges:

  • Grauer Star:  Auch Katarakt genannt , ist eine Trübung der Linse. Die Patienten sehen eher unscharf; wie wenn sie durch einen Nebel schauen. Farben und Konturen verschwinden. Gelegentlich tauchen auch Doppelbilder auf. Die Patienten sehen besser bei Dämmerung und klagen oft bei Tageslicht über Blendungserscheinungen. Schmerzen bestehen nicht. Die Einschränkungen des Sehvermögens nehmen im Laufe der Zeit zu. Es gibt erworbenen und angeborenen grauen Star. Der Erworbene ist meist altersbedingt, kann aber auch durch Erkrankungen wie Diabetes oder durch Glukokortikoidbehandlung so wie auch durch Röntgenstrahlung verursacht werden. Die Netzhauttrübung tritt allerdings auch im Zuge von anderen Erkrankungen wie Glaukom oder Netzhautablösung vor. Aber auch durch Verletzungen kann eine Trübung entstehen. 

Angeborene Linsentrübungen  können erblich bedingt sein oder auch im Laufe einer Schwangerschaft durch Vireninfekte (zB Röteln!) entstehen.(Rötelntiterbestimmung ist im Falle einer Schwangerschaft sehr wichtig da es nicht nur für die Sehkraft gefährlich ist)

 

Schulmedizinische Therapie:

Vorerst wäre es wichtig die zugrundeliegende Erkrankung zu behandeln. Dann kann man es evtl aufhalten. Ansonsten wir operiert und eine künstliche Linse eingesetzt. Das ist heutzutage sehr unkompliziert und wird ambulanz unter örtlicher Betäubung fortgeführt.

Naturheilkundliche Therapie:

In jedem Falle eine ausleitende und entgiftende Therapie. Vitaminsubstitution mit Zeaxanthin, Lycopin, Lutein, Selen, Rotweinextrakte, Flavonoide u.v.m

 Und ein Augenfitnessprogramm welches die Beweglichkeit der Linse fördert. Es gibt auch sehr gute antroposophische Präparate von der Firma Wala, die man begleitend gut einnehmen kann.

  • Glaukom:  Entsteht durch die Augeninnendruckerhöhung. In vielen Fällen ist es ein verhinderter Kammerwasserabfluß. Was zur Folge hat dass die Sehnerven abgeklemmt werden können mit entsprechenden Folgen.

Primäre Glaukome: 

 

Weitwinkelglaukom:  Durch altersbedingte Ablagerungen bedingt.

Winkelblockglaukom: Durch anatomische Veränderung der Vorderkammer bedingt.

Akutes Winkelblockglaukom: Wenn  die Vorderkammer zu flach ist und durch eine akute Situation wie zB Schreck oder Schock oder Abdunkelung plötzlich die Pupille sich erweitert , kann ein akutes Glaukom ausgelöst werden.

 

Sekundäre Glaukome:  Sind Glaukomerkrankungen denen eine Ersterkrankung zugrundeliegt.  Zum Beispiel Verletzungen, Diabetes Mellitus oder anderes.

 

AKUTER GLAUKOMANFALL: Gehört als Notfall sofort in ärztliche Hände!

Symptome: 

-stärkste Schmerzen im Auge und im Gesicht (Trigeminusnerv!) und auch im Körper

-aufgrund der Vagusreizung (der Vagusnerv ist der 10.Hirnnerv, der vom Kopf -über Herz und Magen-bis zum Rektum zieht) evtl starke Übelkeit, Erbrechen.

-deutlich herabgesetztes Sehvermögen

-Auge stark gerötet mit gestauten Gefäßen

-entrundete, erweiterte, lichtrunde Pupille

 

Schulmedizinische Therapie des Glaukoms: 

 Sofortige Senkung des Augeninnendruckes und notfalls OP!

 

 

 

Naturheilkunde beim Glaukom:

Ausleitung und Entgiftung

Ernährung und Entsäuern

Schüsslersalze

Homöopathie (Aurum Metallicum , Mandragora...Im Akutfall Aconitum , Belladonna, oder Glonoium)

Spagyrik

Pflanzenheilkunde

Fehlstellungen im Halswirbelsäulenbereich berichtigen

Nahrungsergänzung: vor allem Vitamin B1, Vitamin C und Chrom, Zink

  • Netzhautablösung:

 

Wenn sich durch Risse in der Netzhaut  Glaskörperflüssigkeit eindringt, wird die Netzhaut durch den Druck abgelöst. 

Symptome sind: Sehen von Lichtblitzen oder sehen von schwarzen Punkten, Verzerrtsehen, "Sehen eines "sich senkenden Vorhanges oder einer aufsteigenden Mauer"

Gehört auch sofort zum Arzt! Patient sollte hingefahren werden und nicht alleine hingeschickt.

 

  • Hagelkorn:

Chronische Endzündung durch Sekretstau in den Talgdrüsen am Lidrand. Es ist nicht infektiös.Hier gehört unbedingt ärztlich abgeklärt ob eine bösartige Erkrankung dahinter steckt. Gegebenenfalls sollte es auch augenärztlich professionell entfernt werden.

Begleitend kann man gut Homöopathie nutzen, nachdem man sorgfältig ausgesucht hat welches Mittel passt. (zB Pyrogenium, Myristica, Hepar Sulf. Aber auch Thuja uvm)

  • Gerstenkorn:

Eine , meist durch Staphylokokken verursachte Endzündung der Liddrüsen , die auch eitrig ist. Es zeigt sich als Rötung, Schwellung und starke Schmerzen des betroffenen Lides.

 

Schulmedizinisch wird mit trockener Wärme, Rotlicht, antibiotischen Salben gearbeitet.

Naturheilkundlich hilft ganz gut:

-Eigenbluttherapie

-Homöopathie (bei immer wieder kehrenden Sympthomen zB Staphisagria, chronisch eitrigen Endzündungen Hepar Sulf oder bei Eiter allgemein Mercurius Solubilis. Aber auch hier gilt: Sorgfältiges Aussuchen der Mittel!), Komplexhomöopathie mit zB Euphrasia.

-Phytotherapie, Umschläge mit: Augentrost (Euphrasia), Hamamelis, Eichenrinde, Calendula. (keine Kamille am Auge!)

 

TCM Sichtweise:

Feucht-Hitze in Milz und Magen oder Wind-Hitze können Ursachen sein. Eine sorgfältige Puls und Zungendiagnose wäre hier angebracht. Generell gilt: Grundlegend dominante Elemente herausfinden und überlegen wie man es ausgleicht.

 

Ganzheitliche Aspekte:

 

Die Augen gehören zum Funktionskreis Leber. Daher gehört eine Stärkung der Leber auch in die Behandlung von Sehstörungen mit hinein. Des Weiteren erhalten wir wertvolle Informationen auch anhand der Farne der Schleimhäute und Skleren. Sind diese zB zu blaß, deutet es auf eine Anämie hin. Dominanz einer gelblichen Farbe deutet auf eine erhöhte Bilirubinkonzentration hin. Sprich: Gallestau.

Das Auge sagt auch irisdiagnostisch viel aus über Zustände einzelner Organe.

Auch der Glanz des Auges verrät sehr viel über die energetische Konstitution eines Menschen.

Auch die psychischen Aspekte möchte ich noch mit einbinden mit gewissen Redewendungen wie zB:

-eine kurzsichtige Entscheidung treffen.

-taub oder blind sein für etwas

-die Dinge so sehen wie sie sind.

 

Wenn wir also zB kurzsichtig sind kann es auch damit zusammenhängen dass wir manches nicht sehen wollen, die Realität nicht wahrnehmen wollen.

 

Generell empfielt es sich -vor allem wenn man auch kurzsichtig oder weitsichtig ist oder irgendeine andere Sehstörung hat- jeden Tag Augengymnastik zu betreiben! Vor allem weiß man auch dass das schnelle , seitliche hin und herbewegen der Augen (wie ein Schmetterlings-Flügelschlag) die REM Phase des Schlafes imitieren und Konflikte auch besser gelöst werden wenn man während der Übung auch an den Konflikt denkt. So  wie es zB beim Wingwave-Coaching genutzt wird. Denn es werden währenddessen die rechte und die linke Gehirnhälfte aktiviert und zusammengeschlossen.  

 

Für mich ist ausserdem das Ausleiten und Entgiften auch das Wichtigste, denn das Auge ist ein sehr gut durchblutetes Organ und nimmt Umweltgifte auf wie ein Schwamm.

 

Und wenn wir oft am PC sitzen oder oft ins Smartphone sehen (hier ist das kurzwellige blaue Licht im Wellenlängenbereich um 490 nm der Übeltäter ) , sollten wir immer wieder aufblicken, in die Ferne sehen und blinzeln. Das regt auch die Tränensekretion an. Das "Palmieren" ist hier eine sehr gute und für die Augen sehr erholsame Übung.

(Näheres zu Augengymnastik entnehme man entsprechender Literatur oder Videos. Ich empfehle da zB YogaVidya Videos zum Thema)

 

Wir sollten unseren Augen die Fähigkeiten wieder  antrainieren , die unsere Ahnen und Ahnesahnen schon hatten bevor wir uns durch die Zivilisierung von dem natürlichen Leben entfernt haben. Die Augen können weit mehr, wie zB dreidimensionales Sehen.   Und wie oben schon erwähnt: was wollen wir nicht sehen? Wovor verschliessen wir unsere Augen?

Ein genaues Hinsehen gehört auch dazu.

Ein sehr gutes zusätzlich unterstützendes Mittel ist das Solunat Nr.12 (ehemals Ophthalmik genannt) . Es enthält u.a. spagyrisch aufgearbeitetes Gold und Gold ist auch das Element, welches das Auge repräsentiert. Niedrig dosiert eingenommen helfen Solunate auch auf geistiger Ebene das Problem zu bearbeiten.

 

Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Wenn sie Fragen haben, freue ich mich über ihren Anruf!

 

 

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