✯Regelschmerzen und Störungen-Ursachen und Möglichkeiten sie zu beseitigen✯Regelschmerzen und Störungen-Ursachen und Möglichkeiten sie zu beseitigen

 

 
Viele Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter Regelproblemen. Ich möchte hier nun einen ganzheitlichen Einblick zu der Thematik geben.
Aber vorerst möchte ich kurz den Teil des  Hormonsystems - des sogenannten endokrinen Regelkreises - beschreiben, der u.a. eben im Falle der Frauen die Periode mitsteuert. 
Was sind nun Hormone genau?
Hormone sind Botenstoffe, die die biologischen Abläufe im Körper sowie das Verhalten und die Empfindungen eines Menschen entscheidend mitbeeinflussen. Somit haben sie also eine großen Einfluß auf unsere Psyche. 
Wie wir auf der Abbildung erkennen, spielen bei der Steuerung und Freisetzung einige Organsysteme eine Rolle. Beginnend beim Hypothalamus im Gehirn. Hier ist die Steuerzentrale die Impulse gibt für die Synthese der Hormone. Es werden sogenannte Releasing Hormone sezerniert. Diese Releasing Hormone (engl. release:freilassen) veranlassen dass Hormone produziert werden. Das Releasing Hormon für die Sexualhormone der Frau ist das Gn-RH. Dieses spielt direkt eine Rolle bei der Bildung der follikelstimmulierenden (FSH)  und luteinisierenden Hormonen(LH); sozusagen für die Eizellbildung und Reifung wichtigen Hormone.
Es werden aber auch Inhibiting Hormone (inhibition=hemmen) je nach Situation produziert. Letztere hemmen die Hormonproduktion. 
Die Schilddrüsenhormone und ihre Bildung steht auch im sehr engen Zusammenhang zu den Sexualhormonen und ihrer Wirkung. Ihre Bildung wird über den Hypophysenvorderlappen mit beeinflußt; dieser gibt die auf die Drüsen einwirkenden Glandotropen Hormone ab.
Die Bildung von  Östrogen und Progesteron vollzieht sich in den Eierstöcken. Die Konzentration an diesen beiden Hormonen ist direkt gekoppelt  an den obersten Regler, dem Hypothalamus. 
Weitere wichtigen Hormone sind Prolaktin und Oxytocin. 
Prolactin stimuliert das Brustdrüsenwachstum. Oxytocin ist wichtig beim Geburtsvorgang bei der Wehenstimmulation und bei der Kontraktion der Milchausführungsgänge der Brustdrüsen.
ABBAU DER HORMONE:
 
Nachdem die Prozesse von den jeweiligen Hormonen ausgelöst worden sind werden sie über die Leber abgebaut und/oder über die Nieren ausgeschieden.
WELCHE STÖRUNGEN UND SYMPTOME GIBT ES?:
 
  • Zum Einen gibt es Störungen in der Ausschüttung der Releasing oder Inhibiting Hormone durch evt. Tumoren. Das gehört selbstverständlich ärztlich abgeklärt.
  • Die meisten Störungen resultieren aus einem Ungleichgewicht zwischen der Östrogen und der Progesteron Konzentration. Es ist zwar ganz normal dass bei der Frau ab dem 30. Lebensjahr schon eine Östrogendominanz beginnt. Aber immer mehr jüngere Frauen betrifft es heutzutage auch. Immer mehr junge Frauen leiden unter hormonellen Ungleichgewichten. Dieses Ungleichgewicht ist auch häufige Ursache der Schmerzen, die Frauen teilweise sogar ans Bett fesseln!
Östrogendominanz bedeutet, dass die Eierstöcke zwar beginnen allmählich weniger Östrogen zu produzieren; der Hypothalamus aber eben genau auf diesen Input reagiert und die Östrogenproduktion hochkurbelt. Somit hat man auf einmal zu viel Östrogen im Gegensatz zum Progesteron. Das limbische System im Hirn, welches unsere Emotionen steuert spielt hier eine immense Rolle! Es hat schon aus Urzeiten die Prozesse in der Mutter Natur abgespeichert: denn in der Natur sterben zB Pflanzen die ihre Fruchtbarkeit verlieren einfach ab. Dies ist bei uns Menschen natürlich nicht der Fall, aber das limbische System macht einen gewissen Stress, worauf auch Hirnareale wie zB der Hypothalamus reagieren. 
Man sieht wie wichtig die Psyche ist! Und mann kann über die Psyche auch sehr vieles steuern und sogar lindern. Somit kommen wir zu eines der Hauptursachen der Störungen: der Stress, der schon ein normaler Teil unserer Leistungsgesellschaft geworden ist.
Hier ist das Thema Endometriose noch unbedingt mit hineinzunehmen. Denn unzählige Frauen haben dieses Leiden und bei Vielen wird es zu spät diagnostiziert! Endometriose ist auch ein Resultat einer Östrogendominanz.
  • Zu viel Androgene. So wie Männer auch gewissen Anteil an weiblichen Hormonen produzieren, produziert das weibliche Hormonsystem auch Androgene. Das ist physiologisch und normal.Wenn aber die Androgene im Überschuss sind kann es eben Probleme geben
URSACHEN DIESER STÖRUNGEN:
 
  • Stress:wie schon beim Thema Östrogendominanz erwähnt, spielt Stress eine große Rolle; aber auch die weitestgehende Vermännlichung der modernen Frau. Die Rollen sind mittlerweile vermischt und sie ist heutzutage allgemein auch einfach hart zu sich selbst. Also auch das körpereigen Kortisol ist zu berücksichtigen. 
  • psychische Probleme und seelische Konflikte: Es gibt sogar Frauen die die 28 Tages-Pille durchnehmen damit die Periode nicht mehr kommt. Also auch ein "nicht klarkommen mit der Weiblichkeit" und "sich selbst nicht annehmen können". Das "Frau-sein" nicht geniessen können. Der fehlende venusische Aspekt.

 

 

Es kommt bei vielen Frauen noch hinzu dass sie immernoch in karmische Prozesse aus der Ahnenvergangenheit verwickelt sind und von Ahnen-Frauen etwas weitergegeben wurde was nicht zu ihnen gehört! Oft wird das Frau-Sein mit Anstrengung verbunden und Vieles nur als Verpflichtung, der man nachgehen muss. Wir sollten auf unser Inneres hören und uns von unbewusst abgeschlossenen Gelübden mit unseren Ahnen trennen. Verpflichtungen zu haben ist wundervoll! Wir sollten aber trennen zwischen unseren Verpflichtungen und denen die uns auferlegt werden!
  • Umweltgifte: Das ist natürlich wie bei vielen Leiden eines der wichtigsten Ursachen. Wir können uns leider Gottes dem nicht ganz entziehen. Überall, auch in der Kleidung, haben wir es mit Umweltgiften zu tun. Dennoch sollten wir einfach vorsichtig sein beim Thema Konsum und möglichst versuchen dieses zu umgehen.
  • Elektrosmog: eine einzige Katastrophe ist der Smartphone-Wahn. Man geht fast schon damit schlafen und es steckt ständig in den Hosen-und Hemdtaschen. Auch WLAN , Funkmasten umgeben uns, selbst wenn wir zu Hause sowas nicht nutzen.
  • Ernährung/gestörte Darmflora: Einseitige Ernährung und eine gestörte Darmflora spielen vielseitig mit. Zum Einen weil der Darm als das "Bauchhirn" dem Gehirn gleicht und auch die Ausschüttung von wichtigen Botenstoffen wie Serotonin steuert. Zum Anderen weil er sehr eng mit eingespannt ist zum Leber/Galle-System. Die Hormone werden ja bekanntlich über die Leber abgebaut. 
  • Schilddrüsenunterfunktion/Überfunktion: Beides ist nicht gerade förderlich für einen idealen Zyklus. 
  • Essstörungen: Vor allem Magersucht und Bulimie, aber auch Binge Eating wirken sich negativ aus. Bei Magersucht ist es die chronische Unterernährung. Auch der Insulinhaushalt wird überfordert bei Bulimie und Binge Eating. Welches auch in Form einer Insulinresistenz das Hormongleichgewicht beeinflußt.
MÖGLICHKEITEN EINER BEHANDLUNG:
 
  • Entgiftung: Ist bei mir das A und O!! Eine richtig gute Entgiftung sollte man 6-8 Wochen lang machen. Ich verwende gerne Spagyrik; auch kombiniert mit wohlschmeckenden Tees; also Pflanzenmischungen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet nicht nur dass die Hormone besser im Blutstrom transportiert werden; es werden auch Schlackenstoffe ausgeleitet und ein basischeres Milieu hergestellt. Die Leber wird auch mitbearbeitet und entlastet.
  •  Ausleiten:Nach einer ordentlichen Entgiftung  folgt eine Ausleitung. Baunscheidtieren an den Rückenzonen und Schröpfmassagen/Schröpfen.
  •  Stärkung der Nierenenergie:Die Nieren sind das jenige Organpaar, welches im Zeichen der Venus, die Weiblichkeit mit steuert. Das Venusprinzip stärken mit zB Kupferpräparaten, sowohl homöopathisch als auch anthroposophisch (Wala Kupfersalbe rot).Aber auch mondische Mittel wie zB Silber spagyrisch oder homöopathisch oder das Bryophyllum Pulver von Weleda sind gute Zusatzstützen.
  • Schüsslersalze: Sowohl zum Entgiften als auch zum Entspannen der Muskulatur. Auch für die Psyche.
  • Neuraltherapien: Durch Injektionen kann man lokal entspannen.
  • Das Nervensystem/Psyche entspannen: Gesprächstherapien gehören hier dazu. Es ist wichtig dass betroffene Frauen sich ausreden können. Man kann noch zusätzlich nachhelfen mit Pflanzenpräparaten, Homöopathie, Anthroposophie aber auch Meditation, Yoga.
  • Ausgleich des hormonellen Ungleichgewichtes: Es gibt sehr gute Präparate, mit denen man die hormonellen Ungleichgewichte wieder herstellen kann; sowohl das Kortisol als auch Androgenüberschuss oder Störungen der Schilddrüse.
  • Ausgleich: Wie zB Bewegung, regelmässige Naturaufenthalte (sehr wichtig!)
  • Ernährung: Hafer zB hat nicht nur eine nervensystemberuhigende Wirkung, es wirkt auch hormonell ausgleichend. Für die hormonelle Wirkung allerdings sollte man 3 Wochen mindestens Haferflocken verzehren, da es einfach dauert bis die hormonell ausgleichende Wirkung eintritt. Und sonst auch eine eher gut ausgewogene, basische Ernährung mit viel Ballaststoffen. 
  • Mineralstoffe: Vor allem das Magnesium ist hier ein Multitalent. Es wirkt ödemausschwemmend und muskelentspannend. Aber auch ein Nervenmineral. Und Zink nicht zu vergessen neben Selen. 
  • Vitamin D: der Vitamin D Spiegel sollte kontrolliert werden- bzw falls eine Aufnahme gestört ist, behoben werden.

 

So gibt es viele Möglichkeiten entgleiste Prozesse wieder zu stabilisieren.Jedoch wie wir oben auch entnehmen können braucht es, aufgrund der komplizierten Regelkreise, Geduld.

Etwa 3 Zyklen sollte man sich Zeit geben. Aber genau das ist ja das Thema an dem wir auch unter anderem arbeiten: das Thema Geduld; auch mit sich selbst.

 

 

Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.
Wenn sie Fragen haben, freue ich mich über ihren Anruf!

 

(Bild: Clipdealer.de, käuflich erworben)

 

 

 

 

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